Anthroposophische Sozialtherapie

Grundlage im Leben und Arbeiten unserer sozialtherapeutischen Gemeinschaft ist das Gedankengut Rudolf Steiners.
Ein umfassendes Menschenbild, soziale Mitgestaltung, sowie künstlerisch-therapeutische Elemente sind wesentliche Aufgaben und Ziele in der Arbeit mit den zu betreuenden Menschen.

In der Begegnung mit Krankheit und Behinderung können stets neue Erfahrungen und Einsichten gewonnen werden. Unversehrt ist der geistige Wesenskern des Menschen, und nur die Leiblichkeit mangelhaft ausgebildet, so dass das Seelische sich nicht in rechter Weise entfalten kann.
Die Individualität besitzt Ewigkeitscharakter. Sie weist aus dem Vorgeburtlichen in das jeweilige Dasein und über den Tod hinaus. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind gleichsam ein Strom, dessen Bild anregen kann, helfend und somit heilend Schicksalshilfe zu geben.
Im Leben und durch die Arbeit sucht der zu betreuende Mensch, in einer ihm gemäßen Form und nach seinen Möglichkeiten, sich selbst und somit sein Schicksal zu bewältigen und zu verwirklichen.

Durch die Arbeit wird die Welt verändert und verwandelt. Eigenprodukte, Dienstleistungen, industrielle Lohnaufträge und individuelle Arbeiten bieten ein weites Feld des Übens und Lernens. Material, Form und Farbe, Hand- oder Maschinenarbeit an Einzel- oder Gruppenarbeitsplätzen sind Mitgestalter des persönlichen Werdegangs. Durch eine solche Vielfältigkeit entstehen viele wertvolle soziale und therapeutische Momente. Verantwortung und Selbstständigkeit, Freude und Stolz, lassen die Behinderung in den Hintergrund treten.

Im Wohn- und Lebensbereich wird der Einzelne im Geben und Nehmen, im Für- und Miteinander in besonderem Maße angesprochen. Der Hilfesuchende wird zum Helfer, die Familiengemeinschaft zur Schicksalsgemeinschaft. Ein breites kulturelles Angebot bereichert und ergänzt die Gestaltung des Tages, der Woche und des Jahres. Zusammen mit den christlichen Festen kann sich hierbei eine Substanz bilden, die Bildung und Seelenpflege zugleich ermöglichen.

Im künstlerisch-therapeutischen Tun werden eigene schöpferische Kräfte angeregt und wachgerufen. Der so in Gang gebrachte Prozess wirkt im Üben, in Einzel- oder Gruppentherapie heilend und gesundend. Einseitigkeiten und Störungen können ausgeglichen und verwandelt werden. Sie führen zu einem harmonischeren Zusammenklang der leiblichen Gegebenheiten, der seelischen Befindlichkeit und der geistigen Kräfte.

 

 

 
» nach oben

Karl-Schubert-Gemeinschaft e.V. | Kurze Str. 31 | 70794 Filderstadt | Telefon: 0711-77091-0 | E-Mail: info@ksg-ev.eu | Kontakt / Impressum