„Heilende Begleitung aus dem Menschenbild der Anthroposophie“

Produktionskunst-Festival „Drehmoment“

In der KulturRegion Stuttgart, die gleichzeitig einer der führenden Industriestandorte Europas ist, wird alle zwei Jahre ein groß angelegtes Projekt zu regional und gesellschaftlich relevanten Themen realisiert.

In diesem Jahr trafen unter dem Motto „Drehmoment“ Kunst und Produktion aufeinander – die Kreativität und Innovationsfähigkeit der dort ansässigen Unternehmen wurde dabei mit dem „Störfaktor Kunst“ kombiniert, der Gewohntes hinterfragt und neue Horizonte öffnet.

Rund 35 nationale und internationale Künstler arbeiteten in teilnehmenden Industrie- und Handwerksbetrieben und entwickelten dort mit Hilfe der ungewohnten Möglichkeiten – Maschinen, Fertigungsprozessen, Produkten oder der Belegschaft – neue Kunstwerke. Bei einem Festival vom 04. bis 28. Oktober konnten Besucher dann diese außergewöhnliche Produktionskunst in der Region entdecken.

Die Stadt Filderstadt ist Mitglied in der KulturRegion und unter Leitung von Ina Penßler wurde dieses Projekt in Filderstadt umgesetzt.

Dank einer großzügigen Spende und der Unterstützung der Firma HERMA konnte die Karl-Schubert-Gemeinschaft den Pop-Art-Künstler Andora für dieses Projekt gewinnen.
Andora lebte von August bis Oktober in Filderstadt und arbeitete in einem für ihn eingerichteten Atelier in der Karl-Schubert-Gemeinschaft. Mit und für die Karl-Schubert-Gemeinschaft gestaltete er eine Pop-Art-Sitztrommel, eine sogenannte Cajón. Durch das Atelier in der WfbM konnten sehr viele Begegnungen von Menschen und Künstlern mit und ohne Behinderung stattfinden.

„Unser“ Kunstprojekt war das einzige inklusive Kunstprojekt in der KulturRegion. So wurden die Cajónes nicht nur in unserer Schreinerei gebaut, sondern nach der Inspiration durch Andora auch in den Malkursen von KuBi gestaltet! Auch der „praktische Einsatz“ gelang in einer inklusiven Percussion-Band in der Musikschule FILUM. An dieser Stelle gebührt neben vielen Beteiligten unserem Werkstattleiter Thomas Fietkau ein besonderer Dank, da er mit unermüdlichem Einsatz die neuen „Andora-Cajónes“ entwickelt und mitgebaut hat.

Neben dem inklusiven Kunstprojekt war und ist ein weiteres Ziel von HERMA, Andora und der Karl-Schubert-Gemeinschaft, dass Unternehmen und Privatleute diese Sitztrommel kaufen, um sie dem Förderverein der Musikschule FILUM zukommen zu lassen. Das FILUM fördert über Projekte und Patenschaften in der ganzen Welt Musikerlebnisse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Frau Sylvia Wirth von HERMA sagte:

„Der Gedanke dieser interdisziplinären Zusammenarbeit hat uns bei HERMA besonders gefallen“,
…„Gern unterstützen wir hier nicht nur die Kunst, sondern auch einen guten Zweck.“

Diesem Urteil schloss sich auch Andora an, der im August eine erste Zwischenbilanz zog:

„Das Projekt in Filderstadt macht mir riesigen Spaß – vielen Dank für die Gelegenheit, hier zu arbeiten.“

Vorab konnte übrigens die Band „Fury in the Slaughterhouse“ die Sitztrommeln testen – bei ihrer Deutschlandtournee im Sommer kamen eine große und eine kleine Cajón zum Einsatz, die Andora gestaltet hatte. Im Rahmen des Projektes ist auch ein tolles Konzert entstanden. Bei einem Wochenabschluss der KSG haben Christoph Steinschneider (Gitarrist von Fury in the Slaughterhouse) und Jürgen Zöller (langjähriger Schlagzeuger bei BAP) unseren Saal mit ihren tollen Songs zum Kochen gebracht und uns alle in ihren  Bann gezogen - mit dabei waren auch die wunderschönen Cajónes, die Andora gestaltet hat! Reinschauen und Reinhören können Sie auf unserer Facebookseite unter: 
www.facebook.com/ksg.ev/videos/

Den Film zu unserem Projekt finden Sie im Internet unter folgender Adresse:
www.youtube.com/watch?v=HpRebmZHiFU

 

Karl-Schubert-Gemeinschaft e.V. | Kurze Str. 31 | 70794 Filderstadt | Tel.: 0711 77091-0 | E-Mail: info@ksg-ev.eu